Sechs Agents. Vier Wochen. Echter Betrieb.
Sechs Unternehmen, vier Wochen Build-Phase, sechs funktionierende AI Agents – das war der erste glueckkanja AI Agent Hackathon. Kiekert, Dr. Oetker, Eckes-Granini, igefa und die lila logistik haben im Copilot Studio Agents gebaut, die heute produktiv laufen. Was dabei entstand und wie das Format funktioniert.

Wie viele Stunden verbringt eure IT-Abteilung pro Woche mit Aufgaben, die ein Agent in Minuten erledigen könnte?
Es gibt in der deutschen Unternehmenslandschaft einen Prozess, den fast jede IT-Abteilung kennt: Jemand liest Verträge. Jemand anderes sortiert Anforderungen in Kategorien. Wieder jemand beantwortet dieselben Fragen zu Lieferungen, die gestern schon jemand beantwortet hat. Es sind keine glamourösen Probleme. Aber es sind die, die in Summe Zehntausende Stunden im Jahr kosten und die sich erstaunlich gut für AI Agents eignen, wenn man weiß, wo man den Hebel ansetzt.
Sechs Unternehmen haben im Februar bei uns in Offenbach genau das getan. Kiekert lässt Anforderungen im R&D jetzt regelbasiert kategorisieren, mit Confidence Score und Feedback-Loop. Der Agent läuft bereits produktiv. Dr. Oetker hat einen Contract Review Assistant gebaut, der IT-Verträge auf kritische Klauseln prüft und einen strukturierten Prüfbericht für Einkauf und Legal erstellt. Eckes-Granini ist gleich mit zwei Agents angetreten: einem Onboarding-Agenten, der neue Mitarbeitende ab dem ersten Login durch MFA, Office-Setup und Sicherheitsrichtlinien führt, und einem Logistik-Agenten, der Disponenten Fragen zu Sendungen, Tarifen und Spediteuren beantwortet. igefa hat einen sprachbasierten Hotline-Agenten für den internen IT-Support entwickelt, angebunden an JIRA und Confluence. Und die lila logistik hat das vielleicht ungewöhnlichste Projekt mitgebracht: einen Use Case Generator, der in SharePoint und Exchange beobachtet, wo Automatisierungspotenziale liegen, weil das eigentliche Problem oft nicht die Technologie ist, sondern dass niemand im Unternehmen die richtigen Stellen erkennt.
All das entstand im Copilot Studio, mit Agent Flows, Dataverse Anbindungen und MCP Connectoren, begleitet von vier unserer MVPs. Vier Wochen Build-Phase, neben dem normalen Tagesgeschäft. Die Teilnehmenden mussten sich jede Stunde dafür freischaufeln, neben Tickets, Quartalsabschlüssen und dem operativen Betrieb. Dass am Ende sechs funktionsfähige Agents standen, sagt weniger über die Technologie als über die Teams, die sie gebaut haben.
Am 10. März, Microsoft Office Frankfurt, dann die Probe: Sechs Präsentationen, je 20 Minuten, bewertet nach Business Impact, technischer Tiefe und dem Applaus des Publikums (ja, auch der steht auf dem Bewertungsbogen). Kiekert hat gewonnen, weil ihr Agent produktiv läuft, gebaut von jemandem aus der Fachabteilung, ohne IT-Hintergrund, ohne Vorerfahrung im Copilot Studio. Dr. Oetker, weil die Vertragsprüfung so universell ist, dass die Jury danach über die eigenen IT-Verträge nachdachte. Dass alle sechs Teams in vier Wochen neben dem Tagesgeschäft einen lauffähigen Agent gebaut haben: Das war am Ende die eigentliche Nachricht des Tages.
Das Format heißt glueckkanja AI Agent Hackathon. Entstanden aus einem Microsoft Hackathon in München, bei dem wir mit Knorr-Bremse teilgenommen haben. Microsoft hat uns danach gebeten, es mit unseren Kunden weiterzuführen. Die Idee ist einfach: Unternehmen bewerben sich mit einem konkreten Prozess, der heute manuell läuft. Wir schärfen den Use Case, definieren die Architektur und bauen gemeinsam. Wer nicht gleich in den Hackathon einsteigen will: Wir machen auch Workshops, in denen wir Use Cases identifizieren und die Agent Architektur vorbereiten: als Einstieg oder als eigenständiges Format.
Der nächste glueckkanja AI Agent Hackathon startet im Herbst 2026. Die Registrierung ist offen. Wer vorher schon Use Cases identifizieren und die eigene Umgebung vorbereiten will: Wir machen das gerne. Sprecht uns an.
Danke an Sylvia und Miriam von Microsoft für das Vertrauen ins Format. An Kiekert, Dr. Oetker, Eckes-Granini, igefa und die lila logistik für den Mut und den Einsatz. Und an unser glueckkanja-Team, dass ihr das möglich gemacht habt.



















